Unser kleiner Storch verpasst den Abflug

Ja, unsere Störche haben es auch dieses Jahr leider wieder nicht richtig gemacht!
Sie haben einfach zu spät angefangen sich zu paaren. Als es dann so weit war und der Nachwuchs im Nest lag, vermuteten wir schon, dass der Kleine es nicht schaffen wird, bis zum Abflug Ende August, heranzuwachsen. Er war 3-4 Wochen jünger als die Jungstörche in den Nachbarorten.
Wie uns Frau Wießner, die ehrenamtliche Weißstorchbetreuerin des NABU im Altkreis Bad Liebenwerda mitteilte, ist es allerdings normal, dass die Storcheltern warten bis ihr Nachwuchs so weit ist und mitfliegen kann. Warum das unsere Prieschkaer Störche nicht getan haben, wissen wir nicht. Eine Vermutung ist, sie könnten noch zu jung und unerfahren sein.
Am Sonntag, den 20. August hat das Storchenpaar in Prieschka seinen Nachwuchs den Jungstorch “ Rudi „, von uns liebevoll so genannt, einfach sitzen lassen und ist in Richtung Süden geflogen! Tragisch!
Bis Dienstagabend haben wir gewartet und gehofft, aber es passierte nichts. Der kleine Rudi saß hoch oben im Nest, als wenn es nichts Besseres gäbe. Und machte keinerlei Anstalten in Richtung „Flugversuch“.
Am Mittwoch früh haben wir die zuständigen Behörden informiert und siehe da, schon am Nachmittag kam Frau Frau Schützel von der Unteren Naturschutzbehörde Herzberg und die Feuerwehr Bad Liebenwerda. Im ehrenamtlichen
Einsatz holte die Feuerwehr mit Ausleger unseren Storch Rudi aus dem Nest.
Dieser war nun ziemlich geschockt und verhielt sich ganz still und duckend.
In einer Kiste wurde er von Frau Wießner abtransportiert in Richtung
Altdöbern, OT Reddern. Dort, in der Auffangstation von Familie Heindel bekommt Storch Rudi sein Winterquartier bis er im Frühjahr in die Freiheit entlassen wird, wenn bis dahin alles gut geht! Und das wünschen wir unserem Kleinen!